EINE DOKUMENTATION
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Planung und Konzession Um die südlichste Stadt im Großherzogtum Oldenburg gab es bereits 1850 Überlegungen, Quakenbrück an das Eisenbahnnetz anzuschließen. Diese Pläne wurden 1868 durch den Bau einer Strecke durch die Cöln-Mindener Eisenbahn- Gesellschaft von Osnabrück nach Hamburg aufgegeben. Daraufhin beschloss der oldenburgische Landtag 1870 den Bau der „Oldenburgischen Südbahn“ nach Quakenbrück.   Am 7. Februar 1871 wurde die Konzession zum Bau und Betrieb der Strecke von Oldenburg (Oldb) nach Quakenbrück durch oldenburgisches Gesetz an die „Oldenburgische Staatseisenbahn“ vergeben (oldenburgisches Gesetzblatt Jahrgang 1871 Band XXII, 2. Stück Seite 3). Durch einen Staatsvertrag zwischen Preußen und Oldenburg vom 17. März 1874 (preußische Gesetzessammlung Jahrgang 1874 Nr. 25 Seite 317) wurde Oldenburg der Bau und Betrieb der Strecke auf preußischem Gebiet gestattet. Durch oldenburgisches Gesetz vom 27. März 1903 (Oldenburgische Gesetzsammlung Jahrgang 1903 Nr. 166 Seite 643, Ministerialverfügung vom 2. Februar 1905) wurde der Bau und Betrieb einer Strecke von Cloppenburg nach Friesoythe an die „Oldenburgische Staatseisenbahn“ vergeben. Am 31. Dezember 1898 wurde die Betriebsgenehmigung zum Bau und Betrieb einer Schmalspurbahn zur Landesgrenze bei Lindern vergeben. Bau und Eröffnung Die Bauarbeiten begannen bereits im Frühjahr 1873. Das erste Teilstück von 62,67 km Länge von Oldenburg (Oldb.) nach Quakenbrück wurde am 15. Oktober 1875 eröffnet. Das 45,78 km lange Teilstück von Quakenbrück nach Osnabrück-Eversburg eröffnete die „Oldenburgische Staatsbahn“ am 15. November 1876. Das für einen Durchgangsbahnhof gebaute Empfangsgebäude aus Backstein entstand 1875. Neben dem Hausbahnsteig des Stationsgebäudes gab es einen Güterschuppen mit einer Viehverladeanlage. Am 1. Januar 1900 eröffnete die 750-mm-Schmalspurbahn die erste Teilstrecke über Linden zur Landesgrenze. Die 29,2 km lange Gesamtstrecke eröffnete am 1. Februar 1903. Sie diente hauptsächlich zum Transport landwirtschaftlicher Güter. Am 6. Juni 1914 begann der Betrieb der 27,6 km langen Strecke der Kleinbahn nach Vechta. Für den Anschluss nach Vechta erweiterte man die Gleisanlagen und baute einen Inselbahnsteig mit Personentunnel. Dabei entstanden aus einer Kombination aus Stahlbeton und Glaskonstruktion die Überdachungen der Treppenaufgänge zum Personentunnel. Eine Lokbehandlungsanlage mit Wasserturm und ein dreiständiger Lokschuppen sowie zwei Stellwerke ergänzten die Bahnhofshochbauten. Aus dem Freiladegleis wurde ein Gleisanschluss zu dem „Pfanni“ Werken gebaut. Damit war Cloppenburg nun ein Eisenbahnknoten. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude ist im Zustand von 1914 bis heute erhalten geblieben. Der ursprüngliche Zwischenraum von Stationsgebäude und Güterschuppen wurde mit einem Glaspavillon verbunden, der als Kulturbahnhof genutzt wird. Die Strecke nach Linden wurde am 3. Juli 1963 und die Strecke nach Vechta am 30. November 1965 zurückgebaut. 2008 baute die Deutsche Bahn AG den Bahnsteigbereich und den Bahnhofsvorplatz um. Die Treppenabgänge und der Lokschuppen sind dabei erhalten geblieben.
Cloppenburg Cloppenburg Z Bahnhof iel
Bilder Cloppenburg
Bahnhof von 1875
Luftaufnahme
Bahnhof von 1875
Die Eisenbahn “kam” am 15. Oktober 1875 nach Cloppenburg. Also 40 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Cloppenburg hatte zu diesem Zeitpunkt 2.000 Einwohner (Ende 2016 waren es 34.216 Einwohner).  
PANORAMA
Oldenburg (Oldb) - Osnabrück
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